um 1916: I. Häußler

1910:

Am 19. November Geburt von Ingeborg Häußler in Engelsbrand/Württ.

1949: Gewerbeerlaubnis
1950: Apotheker-Waage

1949:

Gründung des Unternehmens am Bodensee unter der Bezeichnung „Ingeborg Häußler Kressbronn“. Am 19. September Erteilung der Genehmigung durch das damalige Land Württemberg-Hohenzollern für den Großhandel mit Tee, Kakao und Kaffee.

Die ersten Teebeutel werden aus Verbandsmull hergestellt. Der Mull wird mehrlagig ausgelegt und sechseckig ausgeschnitten. Mit Apothekerwaagen wird der Tee eingewogen. Die Fäden werden in Heimarbeit an die Etiketten angeklebt und mit einem Aluminiumkäppchen und einer Zange für Paketplomben an die Teebeutel verplombt.

Der Versuch, Kaffee ebenfalls portioniert in Einzelbeuteln zu verpacken und zu verkaufen, scheitert. Der Kaffee verliert an der Luft schnell sein Aroma. Ingeborg Sauter konzentriert sich auf den Tee.

1950: Maschine von G. Klar (mit seiner Mutter)

1950:

Die erste Dosiereinrichtung für Tee wird durch Gerhard Klar, den Sohn der Firmengründerin aus erster Ehe, noch als Schüler gebaut.

1951:

Die Mullbeutel werden durch heißsiegelfähiges Papier ersetzt. Mit einer gekauften Verschließmaschine mit Heizdrähten und einer Falzvorrichtung werden Ketten mit vorgefertigten noch offenen Teebeuteln gefertigt. Nach dem Dosieren und Einfüllen des Tees werden die Teebeutel mit der 3. Siegelung verschlossen. Die Fäden werden mit einem Handklammergerät angebracht.

1953: Die Superte

1952:

Die erste integrierte Einrichtung mit Dosierung und Siegelung entsteht als Prototyp. Aus dieser entwickelt sich sehr schnell die erste nutzbare aber noch namenlose Maschine.
Um diese Zeit werden die ersten Tees verkauft die mit einer Marke versehen sind, einem kleinen chinesischen Männchen. Das Zeichen war von dem Künstler Bernd Bytomski entworfen worden. Irgendwann wird es auf Goldmännchen getauft.

1953:

Die Firmengründerin heiratet erneut und heißt fortan Sauter. Dadurch entsteht die Namenskombination „Häußler & Sauter“, die bis heute tradiert ist.

Im selben Jahr entsteht auch die erste, echte kleine Teebeutelmaschine. Sie erhält den Namen „Superte“. Gerhard Klar erhält ein Patent auf die Konstruktion. Die Maschine verkauft sich gut.

1955: Die PT10

1955:

Die nächste Teebeutelmaschine, die ursprünglich „Roberte“, später PT10, hieß, befestigt Faden und Etikett an den gesiegelten Einkammerbeutel. Auch sie wird durch Gerhard Klar am 26. August zum Patent angemeldet. Die Maschine bewährt sich und ist auch auf dem Markt ein großer Erfolg. Noch 40 Jahre später trifft man auf lauffähige Maschinen.

Am 3. Juli erfolgt die Eintragung des Markenzeichens Goldmännchen-TEE.

1955: "Zeichenverleihung" B. Bytomski und I. Sauter

1957:

Es entsteht am 25. September die Firma „Häußler & Sauter oHG“. Dies geschieht unter Mitwirkung der Mutter von Ingeborg Sauter, Berta Häußler. So gezählt ist heute eigentlich schon die vierte Generation in der Firma. Die damalige Handelsregisternummer ist bis heute gültig.

1960: Beginn in Soltau

1960:

Am 1. August Eröffnung der Niederlassung in Soltau/Lüneburger Heide.

1961:

Gerhard Klar promoviert an der TU München zum Dr.-Ing.

1964: Frühe Erlaubnisse

1964:

Am 14. Februar wird die erste arzneimittelrechtliche Herstellungserlaubnis durch das Regierungspräsidium Tübingen erteilt. Abfüllung der ersten Arzneitees in Kressbronn. In alten Kräuterbüchern wird eine Rezeptur für eine Mischung von Fenchel, Anis und Kümmel entdeckt und man beschließt, altes Kräuterwissen zu revitalisieren.

1965:

Kauf der OST-INDIEN TEE COMPAGNIE, einem traditionsreichen Namen in der Teebranche, mit der Marke Clipper-Tee.

1966:

8 Teemischungen, die als Arzneitees registriert wurden, erhalten Zulassungen. Die Produkte, darunter „Fenchel-Anis-Kümmel“, kommen exklusiv in Apotheken auf den Markt. Damit ist die erste Mischung dieser Art industriell in Verkehr gebracht worden.

Neubau einer neuen Produktionsstätte in Kressbronn, einem mehrstöckigen Gebäude mit der Möglichkeit, die Maschinen produktschonend von oben mit Tee zu beschicken.

1967: vitaminisierter Tee

1967:

Die Firma wird zur „Häußler & Sauter KG“.

Der „Früchtetee mit Vitamin C“ entsteht. Versuche ergeben, daß selbst beim Kochaufguß ausreichend Vitamin in den Tee übergeht.

1968:

Das Innenministerium Baden-Württembergs erteilt am 9. Januar unter der Nummer X1592/82 die Genehmigung, den Früchtetee mit Vitamin C herzustellen (dafür wird damals noch eine Erlaubnis benötigt). Damit wird vermutlich weltweit die erste vitaminisierte Teemischung überhaupt in den Verkehr gebracht.

Im selben Jahr entsteht die Doppelkammer- Teebeutelmaschine PT20. Für das besonders übersichtliche und einfache Maschinenprinzip erhält Dr. Gerhard Klar ein Patent. Die ursprüngliche Konstruktion wird bis heute weiterentwickelt und ist immer noch wettbewerbsfähig.

1969: Die zweite Fabrik

1969:

Baubeginn einer neuen Produktionsstätte in Soltau mit Hochraumlager, einem der ersten automatischen Hochraumlager in Deutschland.

30 Jahre Goldmännchen

1976:

Entwicklung der Big Bag Logistik für Tee, eine Neuerung in der Teebranche, die sich schnell durchgesetzt hat. Der Tee wird nicht mehr in Kisten und Säcken (25 - 50 kg) transportiert, sondern in großen flexiblen Behältern (500 - 750 kg), in denen er hygienisch, geruchsgeschützt und sicher aufgehoben ist.

Bau des Hochraumlagers in Kressbronn.

1985:

30 Jahre Goldmännchen wird gefeiert.

1987:

Gründung der „H&S Tee-Gesellschaft mbH & Co. KG“, die die operative Geschäftstätigkeit übernimmt.

1990:

Noch vor der Währungsunion werden die ersten Produkte in die DDR geliefert. Von Anfang an ist Dr. Gerhard Klar überzeugt, daß man auch in Ostdeutschland produzieren muß, um dort Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu schaffen. Daher wird eine Zusammenarbeit mit einem ehemaligen VEB gesucht.

Bereits am 1. Dezember Beginn der Produktion in Thüringen in gemieteten Räumen auf HST-Maschinen. Umgehend wird daraus die Keimzelle für ein größeres Engagement in Thüringen.

1991:

Bau einer Produktionserweiterung in Soltau.

1992: Neubau Thüringen

1992:

Baubeginn einer neuen Produktionsstätte in St. Gangloff (Thüringen).

1993:

Am 1. Juni Bezug des Werkes in St. Gangloff (Thüringen) noch während der Bauarbeiten. Goldmännchen-TEE wird schnell zum beliebten Tee in den Neuen Bundesländern.

Erweiterung der Teebeutelmaschine PT20 zur PT33 (Aromaschutzbeutel). Die Maschine kann äußerst dünne Folien verarbeiten und stellt daher besonders umweltfreundliche Produkte her.

1994:

Bau einer neuen Maschinenbauhalle in Kressbronn.

1996:

Im Juni erhält Goldmännchen-TEE das Thüringer Qualitäts- und Herkunftssiegel für 4 Kräutertees verliehen.

1998:

Baubeginn des zweiten Bauabschnitts in St. Gangloff (Thüringen), Distributionszentrum und vollautomatisches Hochraumlager.

Am 27. November erhält die Unternehmerfamilie die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen.

1999:

Stephanie Klar, die Frau von Dr. Wolfgang Klar, dem Enkel der Firmengründerin, hat inzwischen die Verantwortung für die Qualität der Produkte übernommen. Bis heute verkostet sie selbst alle Tees, wählt sie aus, kauft sie ein und leitet Entwicklung und Vermarktung.

2001:

Übernahme der Firmenleitung durch Dr. Wolfgang Klar.

Dr. Gerhard Klar konzentriert sich verstärkt auf den Maschinenbau.

2003:

Baubeginn des vierten Bauabschnitts in Kressbronn: Distributionszentrum und Verdreifachung des Hochraumlagers.

2004:

H&S Tee Nummer 1 in der Empfehlungshäufigkeit von Arzneiteeserien.

I. Sauter † Juni 2005

2005:

Am 7. Juni verstirbt die Gründerin I. Sauter hochgeachtet im Alter von 94 Jahren.

Knoten am Teebeutel

2008:

Nach mehrjähriger Entwicklungszeit: Verkauf unserer ersten Teebeutelmaschine mit Knoten statt Metallklammer am Teebeutel. Besonders zu erwähnen ist, daß fast alle bestehenden Teebeutelmaschinen aus unserem Haus nachgerüstet werden können. Dadurch haben unsere Maschinenkunden einen hohen Investitionsschutz erhalten.

Ein weiterer Vorteil unseres Knotens: Der Beutel kann nicht abreißen, wenn man am Faden zieht, denn der Knoten besteht aus selbstumschlingenden Schlaufen

2010/2011:

Entwicklung einer Serie von Tees mit Bachblüten. Stephanie Klar hatte die Idee durch Ihre positive Erfahrungen mit der Verwendung von Bachblüten in der Familie.

2013:

Jetzt kommt auch eine Lösung für einen Knoten statt Metallklammer am Teebeutel-Etikett zum Einsatz. Auch diese Technik ist an den bestehenden Maschinen nachrüstbar.

2015:

Dafür haben wir mehr als 60 Jahre gearbeitet:Sie werden unser geschätzter Kunde und genießen unseren Tee oder lassen sich von ihm bei der Heilung helfen.

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